Neuroophthalmologie

Im Rahmen der Multiplen Sklerose (MS) kommt es zu entzündlichen und neurodegenerativen Veränderungen in verschiedenen Bereichen des zentralen Nervensystems (ZNS). Neben dem Gehirn und Rückenmark finden sich diese Alterationen auch an den Sehnerven und in der Netzhaut, die entwicklungsgeschichtlich einen Teil des ZNS darstellen.

Um diese Veränderungen genauer zu charakterisieren, untersuchen wir mittels Optischer Kohärenztomographie (OCT) und OCT-Angiographie den Aufbau sowie die Gefäßversorgung der Netzhaut. Beide Verfahren sind nicht-invasiv, gesundheitlich unbedenklich und schmerzlos. Darüberhinaus untersuchen wir am Institut für Experimentelle Neuroimmunologie(link is external) unter anderem am Tiermodell basale immunologische Mechanismen, die den am menschlichen Auge detektierten Veränderungen zugrunde liegen. Durch unsere wissenschaftlichen Untersuchungen erhoffen wir uns einerseits, grundlegende Krankheitsvorgänge im Rahmen der MS besser verstehen zu können. Andererseits soll mittels OCT-Bildgebung in Zukunft der MS-Krankheitsverlauf exakter beurteilt und die Krankheitsschwere besser vorhergesagt werden.

Wir arbeiten eng mit nationalen und internationalen Kooperationspartnern zusammen und sind in internationalen Forschungskonsortien und Netzwerken aktiv.