Zerebrovaskuläres
System &
Intensivneurologie

Die Schwerpunkte unserer Arbeitsgruppe beinhalten die Optimierung der Akutversorgung sowie die Nachverfolgung von Patient*innen nach Hirnblutungen und ischämischem Hirninfarkt, insbesondere nach rekanalisierender Therapie (Thrombolyse und mechanische Rekanalisation). Spezielle Fragestellungen zum Akutmanagement des Schlaganfalls werden aktuell in mehreren multizentrischen prospektiven Studien beleuchtet wie etwa die Sinnhaftigkeit einer Thrombektomie bei distalen Gefäßverschlüssen (DISTAL Studie) oder das Ultra-fast Stroke Treatment (WE TRUST Studie). Eine mit der Klinik für Anästhesie und Abteilung für Neuroradiologie eigeninitiierte, DFG-geförderte Studie (ACT in Stroke) soll die Frage der Notwendigkeit einer Narkose während der Rekanalisation beantworten. Durch die Teilnahme an großen multizentrischen Registern können wir zudem zu einem besseren Verständnis sowohl für die Akutbehandlung als auch die Sekundärprävention nach erlittenem Schlaganfall beitragen: so erfolgt im German Stroke Registry (GSR) eine systematische Evaluierung der Thrombektomien in einem großen Patientenkollektiv in der klinischen Praxis. Darüber hinaus nehmen wir an weiteren prospektiven multizentrischen Studien teil, die unter anderem die Entwicklung einer Demenz nach Schlaganfall (DEMDAS Studie) zum Inhalt haben. 2024 konnten wir die ebenfalls eigeninitiierte und von der DFG geförderte Studie zur Erkennung von Vorhofflimmern bei kryptogenem Schlaganfall mittels Smartwatch (WATCH AFib) starten. Seit 2024 sind wir zudem gemeinsam mit der Abteilung für Neuroradiologie medizinisch-wissenschaftliches Assoziationszentrum des Neurovaskulären Netzwerkes Südwestbayern NEVAS. Durch diese Kooperation sollen relevante Fragestellung der Versorgungsforschung in Hinblick auf Telemedizin, Transferkonzepte, prähospitale Telemedizintriage sowie Digitalisierung wissenschaftlich beleuchtet werden.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurochirurgie sowie der kardiologischen und neuroradiologischen Abteilung.